Managed Care

Die Grundidee dieser Versicherungsform ist, dass sich der Patient in allen gesundheitlichen Belangen immer zuerst an den Hausarzt seines Vertrauens wendet. Der Hausarzt erhält dadurch den ganzheitlichen Überblick über den Gesundheitszustand des Patienten und kann damit die Behandlung optimal, effizient und ökonomisch koordinieren sowie in Absprache mit dem Patien diesen an einen Spezialarzt oder an ein Spital weiterweisen. Dieses System wird Managed Care, Integrierte Versorgung oder auch gesteuerte Versorgung genannt.

Der Hausarzt als Grundversorger nimmt eine zentrale Stellung ein. Statistische Erfahrungswerte zeigen, dass er 90 % aller Beschwerden und Krankheiten in der Praxis selbst behandeln kann und dabei nur 10 % der Gesamtgesundheitskosten verursacht. 90% aller Kosten fallen später in der Behandlungskette an (bei Spezialisten, Spitälern, Rehabilitationen, Spitex etc.).

Zurzeit wird Managed Care in der Schweiz in zwei verschiedenen Organisationsformen angeboten: einerseits durch Hausarztmodelle im Rahmen eines Ärztenetzwerkes von selbstständig praktizierenden Ärzten und andererseits durch HMO's (Health Maintenance Organization), in denen die Ärzte von den Betreibern der HMO angestellt sind.

Hausarztnetzwerke, wie das Ärztenetzwerk DOXnet, können gemeinsam mit Krankenversicherern echte Hausarztmodelle anbieten. Der Krankenversicherer entschädigt das Netzwerk mit einem sogenannten Steuerungsbeitrag für die Koordination der medizinischen Dienstleistungen. Diese Beträge können die Netzwerkärzte für Projekte, welche zur Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung beitragen, einsetzen. Im Vertrag zwischen den Krankenkassen und dem Ärztenetzwerk wird festgelegt, ob eine Budgetmitverantwortung besteht oder nicht. Der Steuerungsbeitrag, den das Ärztenetzwerk erhält, ist in einem System mit Budgetverantwortung davon abhängig, ob das Netzwerk das mit der Krankenkasse festgelegte Budget einhält. Bei Nichteinhalten des Rahmenbudgets sinkt der Steuerungsbeitrag.

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